Die Verbrechen der letzten argentinischen Militärdiktatur
und der Weg ihrer Aufarbeitung

1. Auflage 2017, 212 Seiten, Paperback

ISBN 978-3-945177-49-5

€ 15,-

Marion Rissart beschreibt das dunkelste Kapitel in der Geschichte Argentiniens. Sie untersucht die Menschenrechtsverletzungen während der Militärdiktatur zwischen 1976 und 1983. Das Buch geht der Frage nach, wie sich Argentinien zu einem Vorbild für die Aufarbeitung und Ahndung von Terror und Folter entwickelte. Welche NGOs, internationalen Netzwerke und transnationalen Entwicklungen halfen dem Land, Strafprozesse einzuleiten?

Ebenso hinterfragt wird die Rolle der damaligen Bundesregierung und ihr Verhältnis zur argentinischen Junta. Wie verhielt sie sich zu den deutschen Opfern, die in die Fänge des Regimes gerieten? Der bekannte Fall Elisabeth Käsemann beleuchtet das Versagen des Auswärtigen Amtes und die Haltung der sozialliberalen Koalition unter Helmut Schmidt. Wie sieht das Ringen um späte Gerechtigkeit dagegen heute aus? Auch wird die Frage diskutiert, ob Menschenrechtsverletzungen überhaupt bestraft werden können. Und wenn ja, in welcher Form.